Tower Bridge

Die Tower Bridge muss man gesehen haben. Am besten, wenn sie gerade geöffnet wird. Schauen Sie im Internet unter ‘Bridge Lift Times’ nach, dann wissen Sie genau, wann das passiert. Die meisten Touristen werden Sie an der Ostseite der Brücke antreffen, also direkt vor dem Tower bzw. gegenüber am Südufer vor der City Hall. Bleiben Sie dort nicht stehen, gehen Sie weiter, unter der Brücke hindurch, auf die Westseite. Dort sind spürbar weniger Menschen unterwegs. Das gilt für beide Uferseite und beide sind interessant und bieten viele kleine Cafés zum Pausieren. 

Wenn Sie die oberen Stege der Brücke besuchen wollen, und der Blick ist gigantisch gut, dann brauchen Sie ein Ticket. Das wird im Kassenhaus auf der Brücke verkauft oder vorab im Internet. Und dort können Sie dann auch Karten für die frühen Morgenstunden bekommen. Die sind für Autisten reserviert. Google Sie nach ‘Tower Bridge – autism friendly events’. 

Einen besonders guten Blick hat man vom Wasser aus. Eine Bootstour ist erschwinglich. Auch hier gilt, je früher der Tag, desto weniger Gäste. Ich meide die großen Ausflugsschiffe und nehme viel lieber die ganz normalen Linienschiffe. Die nennen sich ‘Riverboat’ und werden mit einer Prepaid Karte, beispielsweise Oyster- od. Visitor Card, bezahlt. Man kann an jedem Pier zusteigen. 

Und schließlich können Sie dem Trubel auch gut entkommen, wenn Sie erst nach Einsetzen der Dunkelheit zur Tower Bridge gehen. Ich fühlte mich dort stets sicher und der nahegelegene Tower sieht dann auch besonders stimmungsvoll aus. Weil ich mein Hotel in Westminster habe, bin ich dann mit dem Bus (Linie 15) bequem bis zum Strand zurückgefahren. 

 

Tower of London

Der Tower ist ein weitläufiges Gelände. Da kann man immer einen ruhigen Platz finden, wenn das Gedränge zu groß wird. Diese Entspannungen sind wichtig und natürlich ist es auch im Tower eine gute Idee, den Besuch zu einer nicht ganz so beliebten Zeit zu machen. Der Eintritt ist teuer, -aber wenn man sieht was alles geboten wird, dann relativiert sich das ganz schnell-, trotzdem könnte eine Membership finanzielle interssant sein. Sie lohnt sich schon beim zweiten Besuch und gilt mindesten ein Jahr. Dadurch kann man dann auch einfach mal einen Kurzbesuch machen und wenn es stressig wird, wieder verschwinden. Der freie Eintritt für Mitglieder gilt übrigens für diverse Ziele in London. Infos auf der Webseite. Dort findet man auch besondere Termine und Führungen für Autisten. – Ich war mehrmals im Tower und erinnere immer einen Besuch als den Besten. Es war im Dezember, ein kalter aber sehr sonniger Tag. Ich war gleich zur Öffnung, um zehn Uhr, vor Ort. Bis mittags hatte ich den Tower fast für mich alleine. Seitdem steht er im Winterhalbjahr immer auf meinem Wunschzettel und ich warte dann nur noch auf das gute Wetter. Erstklassige Fotos sind dann fast schon garantiert. – An bestimmten Tagen werden vor dem Tower Kanonen abgefeuert. Die stehen auf der Uferpromenade an der Themse und machen einen ziemlichen Lärm. Meistens sind es die Geburtstage von Mitgliedern der königlichen Familie. Prinz Charles kann jedes Jahr, am 14. November, mit mehr als 60 Kanonenschüssen rechnen. Da raucht und knallt es eine Stunde lang. Also lieber vorher informieren.