Der Engländer isst abends warm (dinner). Ich mache es schon um die Mittagszeit (lunch) und teile die Gewohnheit mit vielen Touristen. Anfangs hatte ich große Probleme einen Ort zu finden, wo ich ein bißchen Ruhe habe. Ich war schließlich mitten in Westminster und dort sind die Restaurants brechend voll. Eine Möglichkeit bieten die Pubs. Die sind zwar mittags auch schon gut besucht, aber das gilt für die Bar. In aller Regel gibt es einen Diner Room, oft im Obergeschoß, manchmal auch im Keller. Die öffnen fast alle Punkt zwölf Uhr und dann ist es dort meistens noch sehr ruhig. Das Essen ist preisgünstig, lecker und  die Portionen sind groß. Genau richtig, wenn man wie ich, den ganzen Tag auf den Beinen ist.

Eine andere Möglichkeit bieten die Coffee Shops. Ich liebe das Angebot bei ‘Pret-a-manger’, wo ich mich mit Obstsalat, Sandwich, Kaffee und einer Banane eindecke. Alles in der Papiertüte, inklusive Serviette und Plastikgabel. Damit mache ich mich dann auf den Weg und zwar in den nächsten kleinen Park. Diese ‘Gardens’ findet man überall in der Stadt. Sie sind bei schönen Wetter wunderbare Orte, um eine Pause einzulegen. Immer finde ich einen Platz auf den vielen Bänken oder setzte mich einfach auf den Rasen. Wenn man Glück hat, kommt man ins Gespräch. Aber auch hier gilt Höflichkeit und das Wissen, dass der Engländer normalerweise kein Gespräch mit fremden Menschen mag. Auch keinen Augenkontakt. Privacy ist wichtig. Also bitte mit Fingerspitzengefühl vorgehen. Wenn jemand mit Hund kommt, machen Sie eine nette Bermerkung über den Vierbeiner, dann könnte es klappen.