Erst war mir nur ein einziger Vorfahre bekannt, der in London zumindest zeitweise gelebt hatte. Es war Edward Solly, ein reicher Kaufmann, im Baltic Trade tätig und deshalb auch in der City, St Mary Axe, ansässig. Dort war die Organisation für das Ostseehandeln angesiedelt. Nachdem ein Bombenattentat der IRA das Haus schwer beschädigt hatte, beschloss man den Abriss. So wurde eine erste Baulücke frei, in die Sir Norman Foster sein Hochhaus, The Gherkin, stellte. Heute weltbekannt.  Edward Solly, ein Cousin meines Urgroßvaters, war Londoner und hatte eine große Familie. Nachdem ich erste Namen herausgefunden hatte, wuchs der Stammbaum prächtig. Jetzt kenne ich so viele Details, dass es Zeit wird vor Ort alles anzusehen. Damit ich nicht die Orientierung verliere, halte ich hier die wichtigsten Ziele fest. Das wird mein roter Faden, wenn ich nächstes Mal in London bin.

 

  1. Der York Place ist alte Strasse, die heute durch den Keller eines der Häuser führt. Man glaubt, man würde in die Tiefgarage gehen, tatsächlich aber ist es eine öffentliche Strasse. Es ist ein bißchen dunkel und unheimlich, aber vermutlich harmlos. Einige Leute stehen im Dunkeln, unterhalten sich leise, machen eine Zigarettenpause. Sie arbeiten in den Büros, Restaurants oder Shops und wollen einen Augenblick Ruhe haben. 
  2. In der Argar Street wohnte Professor Cunning, mit dem Charlotte Crueger korrspondierte. Sie war die Ehefrau von Edward I Solly und lebt mit ihm in der Curzon Street, nachdem sie von Berlin nach London umgezogen war.
  3. 150 Strand: Hier war das Büro der Union (Working Men Club/Arbeiterbewegung), den Henry Solly ins Leben gerufen hatte. Er war oft in diesen Räumen anwesend. 

 

 

Das Haus sollte ich noch einmal fotografieren und versuchen auch im inneren ein paar Bilder zu machen. Die Tour kann ich gut mit einem Besuch in St James's verbinden, beispielsweise die Jermy Street besuchen, wo die Schneider ihre Geschäfte haben. Oder ich warte auf die Guardsmen, wenn sie zum Wachwechsel reiten. Es gibt viele Möglichkeiten, rund um diesen Ort. Und der Hyde Park liegt gleich vor der Tür. Bei sonnigen Wetter immer ein gutes Ziel.

  1. James Manning war Rechtsanwalt. Er lebte von 1781-1866. Sein Haus war in South Kensington. Er hatte Charlotte Solly geheiratet, sie war die Tochter von Isaac II. Manning war ein Barrister at Lincoln's Inn. Ausserdem war er 'Queen's Ancient Sergeant', was ihm einen Sitz im House of Lords einbrachte.
  2. Der Kensington Palace ist immer einen Besuch wert. Mit Jahreskarte geht auch der Kurzbesuch.
  3. Die Museen sind fußläufig erreichbar, aber man braucht mindestens einen halben Tag, um dort zu verweilen.
  4. Etliche Mews sind zwischen Phillimore Gardens und den Musseen zu finden.
  5. Schließlich ist Harrod's nicht weit entfernt.