Was für ein Tag! Gestern kehrte in London das Leben zurück. Nach fünf langen, kalten Monaten öffneten die Pubs, Restaurants und Hotels. Abends wurde endlich wieder Theater gespielt. Das Stück ‚The Mousetrap‘, das seit 1952 im West End gezeigt wird, hat erstmals eine Unterbrechung erlebt. Jetzt ist man zurück, die Erfolgsgeschichte kann fortgesetzt werden. Was die Öffnung der Pubs bedeutet kann man sich hier kaum vorstellen. Das ‚Public House‘ ist der Platz, wo man Freund trifft und gemeinsam lacht. Ich meine nicht die Pubs in der City, sondern die ‚Locals‘ in den Vororten. In London gibt es diese Eckkneipen noch überall. Sie sind das Wohnzimmer der Londoner. Ab mittags 12 Uhr füllt sich der Pub. Ältere Damen treffen sich dort mit ihren Freundinnen und bringen ihre Enkelkinder mit. Die Männer machen im Pub eine Pause, wenn sie den Hund spazieren führen, der natürlich mit hinein darf. Abends kommen die Berufstätigen, die jungen und alten, Mann und Frau. Ganze Familien verbringen regelmäßig ihre Abend im Pub. Darauf zu verzichten, stattdessen alleine im beengten Zuhause zu sitzen, ist extrem hart. Besonders für so lange Zeit. 

Anlässlich der gestrigen Eröffnung hat die Firma Guinness, die das berühmte dunkle Bier braut, eine besondere Werbekampagne gestartet. Mit ganzseitigen Anzeigen begrüßten man die Gäste, die nun endlich wieder kommen können. Der Text ist dieser Werbung hat mir enorm gefallen, denn er drückt genau das aus, was ich gerne sagen würde und wo mir schlicht die Worte fehlen. Vielleicht ist es die englische Sprache, die es einfacher macht. Aber lesen Sie selbst: