Es mag anmassend klingen, aber wenn ich in London unterwegs bin, fallen mir oft Parallelen zu meiner Heimatstadt Hamburg auf. Mir kommt es manchmal so vor, als wäre ich in der kleinen Schwesterstadt von London groß geworden. Es gibt viele Gemeinsamkeiten, die Themse lässt sich in mehrfacher Hinsicht mit der Elbe vergleichen, die Topografie beider Städte wurde von der letzten Eiszeit geformt und die Mentalität der Bevölkerung ist ganz wesentlich vom Handel mit der ganzen Welt geprägt. Aber natürlich bleibt Hamburg in allen Vergleichen immer nur die kleine Schwester, so gut wie alles in London ist um ein mehrfaches so groß, so bunt und so lebendig. Vergleicht man Themse mit Elbe, und das kann man sehr gut, dann fällt ein entscheidender Unterschied auf. Man erkennt ihn in London sehr schnell, sobald man an die Themse kommt. Dort muss man nämlich nicht umkehren oder am Ufer entlang gehen, wie es in Hamburg der Fall ist. London hat Brücken und zwar ganz viele. Alle paar hundert Meter kann man den Fluß, der die Stadt in eine Nord- und Südhälfte teilt, zu Fuß oder mit dem Auto queren. Das macht einen großen Unterschied zu Hamburg, denn dadurch sind Süd- und Nordufer keine getrennten Gebiete. Es ist in London ganz normal, dass man in der City arbeitet, also im Norden der Themse, dann mittags seinen Lunch im Borough Market (Südufer) kauft und dann über die Southwark Bridge zurück ins Büro schlendert. Das wäre in Hamburg nicht möglich, jedenfalls nicht in einer 30-Minuten-Pause.

Abends erstrahlen die Themsebrücken in bunten Farben. Überall sind Lichter installiert, die die Bauwerke anstrahlen. Bis spät in die Nacht laufen Menschen von einem Ufer der Themse zum anderen. Das südliche Gelände, das noch vor zwanzig Jahren eher verlassenes Hafengebiet war, ist heute eine Amüsiermeile für Touristen. Und zwar eine unbedingt empfehlenswerte (von Southbank Centre bis Southwark). Weil die Themse mit ihren vielen Brücken jeden Abend so festlich aussieht, war ich ziemlich überrascht zu hören, dass man das alles noch besser ins Licht setzen will. Ab sofort wird eine Brücke nach der anderen mit modernster LED-Lichttechnik ausgestattet. Man fängt im Zentrum an, von der London– bis zur Milleniums Bridge werden ab Sommer 2019 die Lichter tanzen. Und zwar jeden Abend und die ganze Nacht hindurch. Die Installation soll mindesten zehn Jahre in Betrieb bleiben, wahrscheinlich wird sich danach niemand davon trennen wollen und dann wird es eine neue Attraktion der Weltstadt London werden. Mit dem London Eye war es genauso, das Riesenrad war eigentlich auch nur für fünf Jahre Betriebszeit geplant. Heute ist es das Wahrzeichen der Stadt.

Diese gewaltige Lichtaktion, -Kosten und Organisation sind beachtlich-, ist eine gute Gelegenheit für mich einmal alle Brücken vorzustellen. Alle? Nicht ganz. Östlich der Tower Bridge gibt es eigentlich nur noch eine große Querung, eine Autobahnbrücke, in Kent. Da donnern die LKWs nach Dover rüber. Westlich der Chelsea Bridge kenne ich nur noch die Albert- und die  Battersea Bridge, aber ich denke es gibt noch einige mehr. Der ‘normale’ London Tourist wird dort aber nicht hinkommen. Allerdings kann man sie beim Anflug auf Heathrow sehen, also ruhig mal aus dem Seitenfenster schauen.

 

Das sind sie. Die Brücken über die Themse. Drei dienen ausschließlich dem Zugverkehr, aber man hat Fußgängerbrücken nachträglich parallel gebaut. Eine, die jüngste, ist nur für Fußgänger.

 

1. Chelsea Bridge + Grosvenor Railway Bridge

Fangen wir im Westen der (inneren) Stadt an. Hier sind zwei große Brücken. Sie führen vom luxuriösen Belgravia, -im Royal Borough of Kensington and Chelsea-, zum Battersea Park. Ehemals der Standort des Londoner E-Werks, heute Freizeit- und Vergnügungspark. “If you’re a Londoner just like me, meet me in Battersea Park …”, sang Petula Clark. Und sie, -Asche auf mein Haupt-, ist natürlich tatsächlich eine Engländerin. Früher hiess die Brücke Victoria Bridge, wie so ziemlich alles was rund um den Buckingham Palace zur Zeiten der Königin gebaut wurde. Die heutige Konstruktion wurde 1937 fertiggestellt.

Die gleich daneben verlaufende Grosvenor Railway Bridge bringt den Zugverkehr aus dem Süden zu einem der größten Londoner Bahnhöfe: Victoria Station. Die Brücke wurde 1967 eröffnet, hatte aber einige Vorgängerinnen an gleicher Stelle. Jährlich reisen über 40 Millionen Menschen über das Bauwerk und damit gehört die Brücke zu einer der verkehrsreichsten in der Welt.

 

2. Vauxhall Bridge

Sprechen sie den gleichnamigen Stadtteil aus, wie Sie wollen, aber nicht wie Sie denken. Ein ‘Woxl’ geht in die richtige Richtung. Der Name kann ins Deutsche übersetzt werden, dann heißt er ‘Opel’. Die haben sich hier aber auch nur nach dem Ortsteil benannt und der eigentliche Ursprung des Namens ist ein wenig umstritten. Die Brücke ist jedenfalls hochinteressant, denn sie gehört zu den ältesten und das kann man bei Ebbe sogar sehen. Uralte Eichenpfähle kommen dann zum Vorschein, die vermutlich aus der Bronzezeit stammen. Sollte bei Ihrem Besuch der Themsepegel hoch stehen, dann müssen Sie sich nicht ärgern. An der Brücke, an den gemauerten Pfeilern, sind wunderschöne Figuren zu sehen. Die taugen für ein Foto, dass ich leider bisher noch nicht aufgenommen habe. Ich hole es nach. Die heutige Brücke wurde 1906 fertiggestellt.

 

3. Lambeth Bridge

Sie ist ziemlich ähnlich konstruiert wie die danach folgende Westminster Bridge. Allerdings ist die Lambeth Bridge in rot gehalten und die Westminster Bridge in grün. Beide sind in Sichtweite und zwischen ihnen liegt am Nordufer der Westminster Palast, mit den beiden Kammern für die Abgeordneten. Und da gibt es einen engen Zusammenhang. Das House of Lords ist bekanntlich mit roten Bänken bestückt und liegt an der Seite zur Lambeth Bridge. Und die grünen Lederbänke im House of Commons haben der Westminster Bridge den Farbanstrich verliehen. Beide Brückenköpfe der Lambeth Bridge werden von hohen Säulen geziert, an deren Spitze die Frucht einer Ananas zu sehen ist. Einige meine, es wären Tannenzapfen, ich tendiere aber zu der Frucht. Sie ist überall in den reichen Londoner Stadtteilen zu entdecken und das hat seinen Grund. Im 18./19. Jahrhundert musste man sehr vermögend sein, um diese exotische Frucht kaufen zu können. Deshalb wurde die Ananas zum Symbol großen Reichtums. Achten Sie mal darauf, ich garantiere Ihnen, dass Sie nach 15 Minuten überall steinerne Ananasfrüchte entdecken. Sie zieren die Hausfassaden, flankieren die Eingänge und sind sogar vergoldet an den Spitzen der Zaunpfähle zu sehen. Die Lambeth Bridge gehört zu den neueren Brücken, sie wurde 1932 eröffnet.

 

 

Blick über die Themse. Vorne die Lambeth Bridge. Dahinter Westminster- und Hungerford Bridge. Links, am Nordufer, der Palace of Westminster. Am Südufer das London Eye.

 

4. Westminster Bridge 

Weltbekannt und wunderschön. Der Blick zu allen Seiten ist atemberaubend, besonders abends, mir pocht dann noch immer das Herz bis zum Hals. Steht man auf der Brücke und dreht sich langsam, dann sieht man am Südufer die strahlend blau erleuchtete Fassade der City Hall, im Westen die Lichter des Millbank Towers und die Hochhäuser von Nine Elms, am Nordufer den Palace of Westminster zum Greifen nah und flußabwärts, also nach Osten blickend, das West End mit seinen mehr als hundert Spielstätten für Theater, Musicals und Konzerte. Ein tägliches, nicht endendes Huzzle & Buzzle, wie ich es bisher nur in London erlebt habe. Auf der Westminster Bridge sind die meisten Touristen zu finden. Rund um die Uhr ist es propevoll. Nur wenige wissen, dass der Themseweg unter der Brücke weiterführt. Allerdings muss man tatsächlich durch ein ziemlich dunkles Loch und viele scheuen das und gehen deshalb die Treppen hoch und landen dann automatisch auf der Brücke. Dort warten schon die Riksha-Fahrer in ihren phantasievoll ausgestatteten Fahrrad-Kutschen auf Kundschaft. Laute Musik dröhnt aus ihren Lautsprechern, unter dem Denkmal der Boudicca werden bis tief in die Nacht London Souvenirs verkauft. Falls das Parlament noch tagt, und das ist durchaus möglich, kann man den Politikern durchs Fenster bis auf den Schreibtisch schauen. Auf der Brücke sind sehr stimmungsvolle dreiarmige Lampen installiert, die mich natürlich sofort an die Lobardsbrücke in Hamburg erinnern. Die Westminster Bridge wurde 1862 fertiggestellt.

 

Der Tunnel unter der Westminster Bridge. Die meisten scheuen vor dem dunklen Loch und gehen lieber die Treppe zur Brücke hoch. Dort allerdings kommen sie auch nicht weiter, denn es gibt weit und breit keine Ampel. – In London gibt es viele dunkle, enge Unterführungen oder auch Treppen. Bisher bin ich immer unbeschadet herausgekommen. Dabei bin ich eigentlich ein Angsthase, aber hier zeige ich mich stets tapfer. Jack the Ripper wurde zwar nie gefasst, müsste aber längst tot sein.

 

5. Hungerford- / Golden Jubilee Bridge und Waterloo Bridge

Die Hungerford Bridge, benannt nach einem alten Markt am Nordufer, dient ausschließlich dem Zugverkehr. Sie mündet in den Bahnhof Charing Cross, der abends eine auffallend grün/rote Fassade hat. Er leuchte dann weit über das Themsewasser, tagsüber ist der Bahnhof (optisch) eher eine graue Maus. Als die Königin ihr goldenes Jubiläum feierte, es war im Jahre 2002, wurden weite Strecken am Südufer der Themse ganz neu gestaltet. Und zwar exzellent und nachhaltig. Das ganze Gelände wurde für die Fußgänger reserviert und deshalb kann man bis heute an beiden Ufern kilometerweit immer unmittelbar am Fluß entlang gehen. Hervorragend! Ein Touristenparadies, denn hier ist jeden abend etwas los. Hier kann man essen und tanzen, ins Konzert gehen oder den handverlesenen Strassenmusikern zuhören. Und es gibt so gut wie immer Sonderveranstaltungen, große Feste, immer kostenfrei für die Besucher. Bevor ich ganz ins Schwärmen kommen, schnell zurück zur Queen. Dank ihres Jubiläums wurde eine Fußgängerbrücke gleich neben die Eisenbahnquerung gebaut. Genaugenommen sind es zwei, eine links und eine rechts, das habe ich allerdings auch erst bei meinem x-ten London Besuch gemerkt. Auf jeden Fall eine sehr praktische Sache, denn so kommt man ganz schnell vom Southbank Centre, wo jeden Abend Kunst und Kultur angeboten wird, trockenen Fusses über die Themse, direkt auf The Strand, wo man sich dann entscheiden muß, ob man links zum Trafalgar Square gehen will oder lieber rechts zum Covent Garden.

 

Der Charing Cross Bahnhof von der Wasserseite aus fotografiert. Daneben eine der beiden Fußgängerbrücken, die die Hungerford Bridge flankieren.

 

Die Waterloo Bridge gibt architektonisch nicht viel her. Sie ist ein modernern Betonbau, mit flachen Bögen und wurde im Krieg von Bomben schwer beschädigt. Frauen bauten sie wieder auf und deshalb nennt man sie auch ‘The Ladies Bridge’. Mein Hotel liegt keine fünf Minuten von der Brücke entfernt, deshalb kenne ich sie besonders gut. Immer wenn ich den gleichnamigen Hit der Kinks höre werde ich ganz still, denn das Lied ist wunderschön. Achten Sie mal auf den Text, wenn es im Radio läuft. “Terry meets Julie … as long as they gaze on Waterloo sunset, they are in paradies”, da laufen mir dann schon mal die Tränen, denn ich weiß genau was Ray Davies gemeint hat, als er das Lied schrieb. Eine bittersüße Ballade. – Obwohl die Waterloo Bridge sicher nicht den Schönheitspreis gewinnen kann, ist sie vielleicht die beste aller Themsebrücken. Sie bietet nämlich einen wirklich phantastischen Blick auf die Stadt. Beidseitig ganz große Bühne. Das muß man gesehen haben und zwar nach Einsetzen der Dunkelheit. Egal wie kalt der Wind auch wehen mag, man kann den Blick nicht lösen, egal ob in Richtung Westminster oder in die City of London. Klein, aber fein, wird man dort nach einiger Zeit die Kuppel von St Paul’s ausmachen.

 

Den besten Blick, weil unverstellt, hat man von den Brücken. Die Wirkung ist abends besonders eindringlich. Nicht einfach zu fotografieren, aber ich habe es bisher immer ohne Stativ hinbekommen.

 

6. Blackfriars Bridge

Eine doppelte Konstruktion, einmal für Fußgänger und gleich dahinter für die Eisenbahn. Die hat sogar ihren Bahnhof auf der Brücke und deshalb ist dieser Teil komplett überdacht. Schlauerweise mit Solarpaneelen, die ausreichen, um einen großen Teil der Station mit Strom zu versorgen. Die Fußgängerbrücke ist alt. Sie führt schnurstrackst zu einem der ältesten Gebäude in London, nämlich zum Tempel. Der wurde von den Templern gebaut und später an die ‘schwarzen Brüder’, also an die Franziskaner abgegeben. Die Brücke war der schaurige Ort, an dem der Chef der vatikanischen Bank eines Morgens erhängt aufgefunden wurde. Als wäre es von Dan Brown erdacht. Am Südufer markieren inzwischen zwei mächtige Hochhäuser das Brückenende. Sie haben die Adresse ‘Blackfriars No 1’ und wenn man genug Geld hat, kann man sich dort ein Appartement mieten. Trotz Brexitgefahr scheint die Nachfrage an Büro- oder Wohnraum groß zu sein. Die Brücke wurde 1869 eröffnet. Man sagt, dass ungefähr hier die Grenze des Brackwassers sei. Also das Salz des Meeres wird bei jeder Flut bis etwa hierhin getragen. Das ist der Grund, warum man östlich davon durchaus Seehunde oder auch kleine Delfine sichten kann. Kein Scherz. Aber bitte nie mitnehmen, sie gehören per Gesetz der Königin.

 

7. Milleniums Bridge

Eine reine Fussgängerbrücke, die es in sich hat. Und damit meine ich nicht die Schwingungen, die Stunden nach Eröffnung gleich wieder zur monatelangen Sperrung führten. Nein, diese Brücke, die 2000 gebaut wurde, ist ein optisches Wunderding. Von unten bzw. seitlich macht sie nicht viel her. Steht man aber an einem der beiden Enden, dann ist man erst einmal überwältigt. Sie ist in ihrer schlichten Eleganz wunderschön. Das wird abends, durch geschickte farbige Beleuchtung, noch verstärkt. Dieses Meisterwerk verbindet die alte St Paul’s Cathedral mit dem ehemaligen Londoner Kohlekraftwerk. Heute beherbergt es die Kunstwerke der Tate Modern. Ein Weltklasse Museum und, wie fast alle in London, mit kostenfreien Eintritt. Unbedingt mal hingehen.

 

Die Milleniums Bridge ist eine ganz besondere Konstruktion. Ich war schon x-mal dort und habe sie noch immer nicht verstanden. Ich taste mich mit meiner Kamera jedes Mal ein Stück näher heran und entdecke immer noch unbekannte, spannende Seiten.

 

8. Southwark- / Cannon Street Bridge und London Bridge

Ich weiß weder zur Southwark– noch zur Cannon Street Bridge viel zu sagen. Auch hier ist die Aussprache eigenwillig: ‘Sathark’ reicht, die restlichen Buchstaben werden verschluckt. Eine der beiden Brücken führt Fußgänger und Autos in den gleichnamigen Stadtteil, wo sich ein Besuch unbedingt lohnt. Die Southwark Cathedral ist bemerkenswert, davor liegt der Nachbau der Golden Hind, und daneben und dahinter entdeckt der Tourist unendlich viele Gelegenheiten um Fotos zu machen, um zu essen oder um großartige Gebäude zu entdecken. Die zweite Brücke dahinter ist wieder eine reine Bahnverbindung und führt wieder in einen der vielen riesigen Bahnhöfe, nämlich Cannon Street. Abends schmückt sich die Southwark Bridge mit viel Licht, dann erstrahlt ihr türkisfarbender Anstrich besonders schön. Sie wurde 1921 für den Verkehr frei gegeben.

Die London Bridge ist die älteste Brücke der Stadt, ja der ganzen Gegend. Wahrscheinlich gab es schon vor der Ankunft der Römer eine Flußquerung an dieser Stelle. Dann aber, also schon im ersten Jahrhundert, wurde diese Brücke gebaut und etliche Male neu errichtet. Die heutige Form ist nicht die spektakulärste. Die gab es in früheren Zeiten, als auf der Brücke ganze Häuser standen. Eines neben dem anderen, bis zu fünf Geschosse hoch. Das war eine richtige Stadt mitten auf dem Fluß. Heute hat die London Bridge nur wenige Bögen, früher war es 17, wenn ich es richtig erinnere. Das muss ein gewaltiges Bauwerk gewesen sein. Die heutige London Bridge ist ziemlich jung, sie wurde 1973 eröffnet. Fotografen finden auf dieser Brücke eines der besten Plätze, wenn man ein Foto von der Tower Bridge haben will. Besonders, wenn die gerade ihre Flügel öffnet, um ein Schiff durchfahren zu lassen. Aber ich will nicht vorgreifen.

 

9. Tower Bridge

Die Brücke ist weltberühmt. Jeder weiss, wie sie aussieht und jeder Tourist will sie sehen. Zu Recht, denn sie ist einfach märchenhaft schön. Dabei jünger als man meinen könnte. Sie wurde tatsächlich erst 1894 erbaut. Vielleicht liegt es am Tower, der sich architektonisch nahtlos am Nordufer anschliesst und wunderbar zur Brücke passt. Die beiden scheinen wie aus einem Guss zu sein. Für Fotografen ist das Bauwerk eine Herausforderung, denn es gibt kaum einen Blickwinkel, der noch nicht entdeckt worden ist. Ich habe es trotzdem mal versucht und fand dann eine ganz interessante Stelle. Eigentlich ist es ein Lücke, aber die hat es in sich. Dieser kleine Spalt ist genau die Nahtstelle der beiden Flügel. Man kann tatsächlich darunter die Themse sehen. Ich machte mein Bild und ging schnell weiter; irgendwie war es mir nicht geheuer meine Füsse auf den beiden Fahrbahnhälften zu wissen.

 

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