Unzählige Filme wurden in London gedreht. Die Stadt ist eine einzige Kulisse. Als erstes fällt einem wahrscheinlich Notting Hill ein, wo Hugh Grant über den Wochenmarkt in der Portobello Road spazierte. Ja genau, ‘Ain’t no sunshine’ ist das Lied dazu. Oder die Sherlock Holmes Filme mit Benedict Cumberbatch. Nein, sie wurden nicht in der Baker Street gedreht, dort findet man nur das liebevoll eingerichtete Museum des Meisterdetektiven. Ihre Filmwohnung war in der North Gower Street, wo es tatsächlich die Sandwich Bar Speedy’s gibt. Sie ist oft in den Filmen zu sehen. Paddington Bear oder Miss Marple können nur in London gedreht werden, wo sonst? Harry Potter hat seine Spuren im King’s Cross Bahnhof (Platform 9 3/4) und im Leadenhall Market hinterlassen. Bridget Jones zeigte uns ihr London am Borough Market und natürlich hat 007 Agent James Bond sein HQ an der Themse. Science Fiction wird gerne im Bahnhof Canary Wharf gedreht, denn der sieht wirklich wie eine Raumstation aus. 

 

Canary Wharf Station mit Fußgänger Tunnel zum Hochhaus ‘One Canada Square’ mit Ladenzeile. Auf der Isle of Dogs.

 

Fast immer sehe ich Fotografen beim professionellen Shooting, wenn ich in London bin. Sie stehen überall und nirgends und die mageren Mannequins lächeln tapfer in der Wintersonne. Es scheint also wirklich keine Ausnahme zu sein, dass man in Westminster oder in Covent Garden auf ein Filmteam stößt. Allerdings die ganz großen Stars laufen einem nicht alle Tage über den Weg. Da wäre es besser, wenn man eine Idee hätte, wo man suchen könnte. Und ob Sie es glauben oder nicht, diesen Tipp bekommen Sie von Transport of London (TfL). Die sind nicht nur für die Under- & Overground zuständig, sondern auch für Riverboats & Street Traffic. Es lohnt sich aus vielen Gründen ihre Webseite zu öffen, denn sie informieren zuverlässig über alle geplanten Sperrungen etc. So weiß man womit man rechnen muß. 

 

 

Wenn dann ein Nachricht wie diese zu lesen ist, dann können Filmfans sich auf die Socken machen. Dann hat man gute Chancen einem echten Filmstar bei der Arbeit zusehen zu können. Je länger die Sperrung, je bedeutender die Location, desto wahrscheinlicher ist es, dass jemand zu sehen ist, der sogar mir bekannt vorkommt. Ich bin nicht sehr gut im Gesichtererkennen, das gilt auch für prominente Menschen. Schauspieler Stephen Fry war allerdings eine Ausnahme. Er ist mir auf dem Piccadilly über den Weg gelaufen, denn er wohnt dort ganz in der Nähe. Ihn habe ich erkannt und war überrascht, dass er ungewöhnlich groß für einen Engländer ist. Ich strahlte ihn an und begann meinen small-talk mit: “I know you. You read me my goodnight story almost every night when I’m in bed.” Es war spontan formuliert, aber ehrlich. Und es funktioniert, Stephen wurde neugierig. Schließlich bin ich Rentnerin und da wollte er schon wissen, um welche Gute-Nacht-Geschichten es sich handelt. “Of couse Paddington Bear”, antwortet ich und er war amüsierte. Die Audio CD ist wohl eher für Kinder gedacht, aber zum Englisch Lernen taugt sie auch. Und zwar sehr gut.

 

Ja, er ist es. Daniel Craig dreht einen neuen Bond Film. Die Royal Guards freuen sich über die Abwechslung, denn sie sind als Statisten im Film. Glück gehabt, dass es heute kühler ist. Sonst hätte 007 womöglich Schweißperlen auf der Stirn gehabt und das geht nun wirklich gar nicht.

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Bridget Peters
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Irgendwie liegt den Engländern die Schauspielerei im Blut. Sie lieben es sich zu verkleiden und scheuen keine Peinlichkeit. Sie haben ein gesundes Selbstbewußtsein, denn es gehört zum guten Benehmen, sich selbst gehörig auf die Schippe zu nehmen. Wenn alle über einen lachen, dann hat man es richtig gemacht. Mir fällt das ehrlich gesagt noch immer ziemlich schwer. Üben muß ich es trotzdem nicht, denn es gelingt mir problemlos die Lacher auf meiner Seite zu haben. Da gibt es viele Sprachfallen, in die ich immer wieder hineinstolper. Worte die ähnlich klingen, aber tunlichst nicht verwechselt werden sollten. Ich hatte schon von… Weiterlesen »